Im Gespräch mit der Politik – für einen starken Justizvollzug in Hessen

Der direkte Austausch mit der Politik ist ein wichtiger Bestandteil unserer gewerkschaftlichen Arbeit. Deshalb hat der Landesvorstand des BSBD Hessen im August mehrere Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien geführt.

Den Auftakt bildete am 4. August 2026 ein Gespräch mit der FDP-Landtagsfraktion. Am 27. August 2026 folgten Gespräche mit SPD und CDU.

Unser Anliegen ist dabei unabhängig vom jeweiligen politischen Gegenüber dasselbe: Wir wollen die Erfahrungen, Probleme und Anliegen aus dem täglichen Dienst unmittelbar dorthin tragen, wo politische Entscheidungen getroffen werden.

Unsere Themen für den hessischen Justizvollzug

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Gespräche war erneut die Personalgewinnung und Personalbindung. Es reicht nicht aus, neue Kolleginnen und Kollegen für den Justizvollzug zu gewinnen – ebenso wichtig ist es, erfahrenes und gut ausgebildetes Personal dauerhaft im Vollzug zu halten.

Darüber hinaus haben wir unter anderem die Ruhegehaltsfähigkeit der Gitterzulage, eine freie Heilfürsorge als Wahlmodell sowie eine Dienstunfallabsicherung für unsere Tarifbeschäftigten durch den Arbeitgeber thematisiert.

Dabei geht es uns nicht nur darum, Forderungen auf den Tisch zu legen. Wir berichten aus dem tatsächlichen Arbeitsalltag unserer Kolleginnen und Kollegen und machen deutlich, welche Auswirkungen politische Entscheidungen auf die Bediensteten und die tägliche Arbeit in den hessischen Justizvollzugsanstalten haben.

Im Gespräch bleiben

Natürlich gibt es nicht bei jedem Thema sofort Einigkeit. Genau dafür sind solche Gespräche aber da. Entscheidend ist für uns, dass der Justizvollzug wahrgenommen wird, die besonderen Belastungen seiner Bediensteten bekannt sind und die Anliegen unserer Kolleginnen und Kollegen Gehör finden.

Wir bedanken uns bei unseren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern von FDP, SPD und CDU für den offenen und konstruktiven Austausch.

Der BSBD Hessen wird auch weiterhin das Gespräch mit den im Hessischen Landtag vertretenen Parteien suchen, unsere Themen klar ansprechen und sich mit Nachdruck für die Interessen der Bediensteten im hessischen Justizvollzug einsetzen.